Lehrstunde in Sachen Cleverness und Abgezockheit

Gestern Abend stand das Derby gegen Merzen auf dem Programm. Vor stattlicher Kulisse und bei Flutlicht entwickelte sich Anfangs ein schnelles Derby.  Wir standen tief und wollten zunächst hinten gut verteidigen und mit gezielten Kontern zum Erfolg kommen.  Das setzen wir dann auch gut um ( 1:0 durch Maxi, nach Verlängerung von Kruse). Merzen erspielt sich dann ein Übergewicht, sowohl im Zentrum als auch auf Außen ( vor allem unsere linke Seite) laufen wir nun verstärkt hinterher.

Unser erster deutlicher Fehler; im Mittelfeld müssen wir den Mann bremsen ( Gelbe Karte ziehen ) tun wir nicht, Steilpass in die Gasse 1:1.

Zweiter deutlicher Fehler; Spielaufbau genau in die Füße des Gegners; der legt quer vor das Tor und kann Danke sagen; 2:1 nach einer halben Stunde. Danach rollt der Express der Merzener weiter auf unser Tor, wir verhindern aber den dritten Einschlag.

Den gibt es dann kurz vor der Halbzeit nach einer Ecke. Dritter Fehler; deutlich im Training angesprochen, dass wir die Leute im 5er im Auge behalten müssen. Keiner da; 3:1 zur Halbzeit.

In der Halbzeit sprechen wir unsere Fehler an, wir wollen versuchen mehr Entlastung zu bekommen und auch deutlich klarer in der letzten Linie zu agieren. Mit der Umstellung von Torsten ins Zentrum kriegen wir dann dort auch mehr Zugriff. Leider bleiben wir vorne ohne richtige Durchschlagskraft. Beste Szene vorne haben Kruse und Mario; Kruse scheitert mit dem Kopf an der Latte, Mario kann den Abpraller nur in die Arme des Keepers köpfen.

Merzen zu diesem Zeitpunkt ohne jegliche Torgefahr. Als wir dann nach 75 Minuten hinten weiter öffnen, bekommt Merzen mehr Räume und vergibt ein ums andere Mal. In der Schlussphase schlagen Sie dann noch zweimal zu.

 

Fazit: Wir verlieren das Spiel auf Grund der o.g. Fehler in Halbzeit eins. Merzen hat uns viele Jahre im Bezirk voraus. Und genau diesen Unterschied konnte man erkennen. Wir haben viel versucht, waren aber in den wichtigen Szene immer einen Schritt langsamer ( Handlungsschnelligkeit). Aber aus solchen Spielen können wir extrem viel lernen. Und genau das müssen wir. Wir haben nach 10 Spielen 12 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, wir haben von 3 Derbys 2 gewonnen. Die kleine Schlichthorster Welt ist also in Ordnung.

Unser nächstes schwere Spiel bestreiten wir am Sonntag in Hollage. Anstoß am Benkenbusch ist um 15 Uhr. Über zahlreiche Unterstützung würden wir uns freuen.

1.Damenmannschaft gegen Abbehausen mit 3:1-Auswärtsniederlage

Mit einer nicht unverdienten 3:1-Niederlage im Gepäck musste die DJK die Heimreise aus Abbehausen antreten.

Leider waren schon die Vorzeichen nicht optimal. Lena Boese musste aufgrund einer Grippe kurzfristig passen und so musste das Team mit nur 12 Spielerinnen die 150 Kilometer nach Nordenham antreten. Zudem war der Rasenplatz gesperrt so das man auf dem ungewohnten Kunstrasen spielen musste. Leider war es ein Kunstrasen älteren Semesters den man eher als „grünen Teppich“ bezeichnen muss – was in diesem Fall keinesfalls als Kompliment zu sehen ist.

Besonders in der 1.Halbzeit war der DJK deutlich anzumerken das man mit dem Untergrund schwer zu kämpfen hatte. So hatte man bei einigen Spielerinnen eher den Eindruck das es sich um eine Rutschpartie handelt und nicht um Fußball. Die beiden Gegentore waren dann jedoch auf individuelle Fehler zurückzuführen – wobei Abbehausen weitere gute Einschussmöglichkeiten vergab und der 2:0-Rückstand zur Pause in Ordnung ging.

Nach der Pause war dann die DJK deutlich besser im Spiel und hatte auch Chancen den Abstand zu verkürzen. Leider machte Abbehausen mit dem Treffer zum 3:0 – aus stark abseitsverdächtiger Position – den Sack zu (86.). So war der Anschlusstreffer zum 3:1 durch Luisa Wesselkämper (87.) nur Ergebniskosmetik. Da aber auch Abbehausen einige Torchancen in Durchgang zwei versiebte in das Endergebnis nicht unverdient für Abbehausen.

Viel schlimmer als die entgangenen Punkte ist jedoch die Knöchelverletzung von Sophie Borcherding die nach einem rüden Foul von hinten ausgewechselt werden musste. Da der Ort des Vergehens sich an der Mittellinie befand war die gelbe Karte die absolute Minimalstrafe. Ich möchte hiermit der Spielerin der TSV absolut keinen Vorsatz unterstellen – wenn ich jedoch an der Mittellinie so einsteige und den Ball nicht treffe muss ich damit rechnen vom Platz gestellt zu werden. Leider habe ich bereits seit längerer Zeit den Eindruck das die Schiedsrichter im Damenbereich sehr viel mehr durchgehen lassen als im Herrenbereich – vielleicht weil sie sich nicht vorstellen können das sich Frauen auf dem Fußballplatz ähnlich rüde und unsportlich verhalten können wie Männer und fast immer Gnade vor Recht walten lassen.

ganz schwache Leistung beendet Heimserie

Gestern stand das Spiel gegen SW Kalkriese auf dem Programm. Der Gegner zählt zu den Mitfavoriten um den Aufstieg und stellte das eindrucksvoll unter Beweis.

Das Spiel ist dann auch schnell erzählt. Wir haben mit dem ersten Angriff bereits das 1:0 erzielt. David nach Vorarbeit von Christian Kruse. Dann war es bereits vorbei mit unserer Herrlichkeit. Direkt im Gegenzug lässt das Mittelfeld alle Kalkrieser durchlaufen, der vorletzte Passempfänger steht im Abseits, so dass der Torerfolg nicht zählt.

Im ganzen restlichen Spiel laufen wir nur noch hinterher. Wir lassen unsere Abwehr und Florian im Stich. Zur Halbzeit steht es dank Kalkriese nur 1:2. Ein Aufbäumen nach der Halbzeit ist nicht zu erkennen. In Halbzeit zwei vergibt Kalkriese dann noch mehrere Möglichkeiten um frühzeitig den Sack zu zu machen. Florian wehrt sich, am Ende bekommt er dennoch 5 Stück.

Fazit: Das war gar nix. Mental und körperlich waren wir nicht um Stande gegenzuhalten. Am Mittwoch in Merzen bedarf es einer Steigerung um 110% um nicht genauso abgeschossen zu werden.

 

Anstoß auf der Löwenkampfbahn ist um 19:30. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung.